Nudeln in cremiger Soße mit Kochschinken, Zwiebel und Erbsen.
Gesamtzeit
30 min
Aktive Zeit
20 min
Kosten
€ günstig
Schwierigkeit
Anfänger
Portionen
1 Person
kindgeeignet
für den großen Hunger
Nudeln
Das muss vorhanden sein
Diese Geräte brauchst du für das Rezept.
Herd(mindestens 2 Kochplatten, die gleichzeitig laufen)
Vorher bereitlegen
Lege diese Dinge auf die Arbeitsfläche, bevor du anfängst.
Topf(groß, mit Deckel, mind. 3 Liter)Nicht da?
Ein hoher Topf mit Deckel. Im Notfall geht auch eine tiefe Pfanne mit Deckel.
SiebNicht da?
Ohne Sieb: Deckel schräg auf den Topf legen und das Wasser vorsichtig ablaufen lassen. Vorsicht, Dampf!
SchneidebrettNicht da?
Ein großer, flacher Teller ist Notlösung für weiches Gemüse. Lege ein feuchtes Küchentuch unter, damit nichts rutscht. Für rohes Fleisch nimmst du am besten ein eigenes Brett.
KochmesserNicht da?
Ein kleines, scharfes Küchenmesser geht auch. Ein stumpfes Messer ist gefährlicher als ein scharfes, weil es leichter abrutscht.
KochlöffelNicht da?
Ein stabiler Löffel oder ein Pfannenwender. Kein Plastik, das nicht hitzebeständig ist.
Pfanne(tief)Nicht da?
Ein flacher, breiter Topf geht notfalls auch.
Zutaten
Für wie viele Personen?
Alle Mengen gelten für 1 Person.
Bei 5 Personen oder mehr: Für 5 Personen und mehr brauchst du einen sehr großen Nudeltopf (mindestens 5 Liter) oder zwei Töpfe. Teile Wasser, Salz und Nudeln dann auf beide auf.
Tippe auf die Zeit rechts, um einen Timer zu starten. Tippe auf die Nummer, um einen Schritt abzuhaken. Unterstrichene Wörter erklären dir den Handgriff.
Vorher lesen: Fange mit dem Wasser an, denn es braucht am längsten.
1
Setze das Nudelwasser auf: Fülle einen großen Topf mit 2 l Wasser, lege den Deckel auf und stelle ihn auf die höchste Stufe.
Fertig, wenn das Wasser kräftig sprudelt. Sprudelt es schon, bevor du bereit bist, drehe auf mittlere Stufe zurück und lass den Deckel drauf.
Schneide 60 g Kochschinken in Würfel von etwa 1 cm, falls er nicht schon gewürfelt ist.
Vorher lesen: Der Timer läuft, während du weitermachst. Sprudelt das Wasser noch nicht, warte hiermit.
4
Gib 2 TL Salz und 100 g Nudeln in das sprudelnde Wasser und rühre um. Koche die Nudeln so lange, wie auf der Packung steht (meist 9 bis 11 Minuten) und rühre in den ersten Minuten öfter um.
Fertig, wenn eine Nudel, die du eine Minute vor Ablauf probierst, weich ist und innen noch einen ganz kleinen festen Kern hat.
Vorher lesen: Der Nudel-Timer läuft weiter. Klingelt er, bevor du hier fertig bist: Gieße die Nudeln ab, gib sie zurück in den Topf und lege den Deckel darauf. Danach machst du hier weiter.
5
Stelle die Pfanne auf mittlere Hitze, gib 1 EL Öl hinein und dünste die Zwiebel an.
Fertig, wenn die Zwiebeln glasig, aber nicht braun sind.
6
Gib Schinken und 40 g Erbsen in die Pfanne und brate alles 2 Minuten.
Fertig, wenn der Schinken leichte Farbe hat und die Erbsen heiß sind.
7
Gieße 100 ml Sahne dazu, würze mit 1 Prise Muskatnuss, 1 Prise Salz und 1 Prise Pfeffer. Lass die Soße 3 Minuten leise köcheln.
Fertig, wenn die Soße cremig und leicht eingedickt ist.
8
Sind die Nudeln fertig? Dann gieße sie ab, aber schöpfe vorher eine kleine Tasse Nudelwasser ab.
9
Gib die Nudeln in die Soße, mische alles und schmecke ab. Ist die Soße zu dick, gib einen Schuss Nudelwasser dazu.
Servieren
Fülle die Nudeln in tiefe Teller und streue Petersilie oder Parmesan darüber.
Tipp: Ohne Schinken wird daraus ein vegetarisches Gericht. Nimm dann mehr Erbsen und ein paar Champignons.
Abgießen
Kochwasser sicher aus dem Topf entfernen, ohne dich zu verbrühen.
Abgießen heißt: Nudeln, Reis oder Gemüse aus dem Kochwasser holen. Das Wasser ist über 90 °C heiß und der Dampf ebenfalls.
So geht es
Stelle das Sieb stabil in die leere Spüle. Achte darauf, dass es nicht kippen kann.
Fasse den Topf mit Topflappen an den Griffen an.
Halte das Gesicht und die freie Hand vom Topf weg. Der Dampf steigt nach oben.
Kippe den Topf langsam und schütte den Inhalt in das Sieb. Kippe vom Körper weg.
Schüttle das Sieb kurz, damit das restliche Wasser abläuft.
Gib den Inhalt zurück in den Topf oder direkt in die Pfanne.
Achtung
Verbrühungsgefahr: Gieße langsam, damit nichts spritzt. Halte Kinder und Haustiere aus der Küche fern.
Woran du erkennst, dass es passt
Fertig abgetropft ist, wenn nur noch einzelne Tropfen fallen.
Fehlt etwas? So geht es auch
Kein Sieb: Lege den Deckel schräg auf den Topf, lass einen kleinen Spalt und gieße das Wasser in die Spüle. Die Nudeln rutschen dabei leicht mit. Alternativ holst du Nudeln oder Gemüse mit einem großen Löffel oder einer Gabel aus dem Wasser.
Probieren und mit Salz, Pfeffer oder Säure nachwürzen.
Rezepte geben Gewürzmengen nur als Richtwert an, weil Zutaten unterschiedlich schmecken. Abschmecken heißt, dass du selbst probierst und nachwürzt.
So geht es
Nimm mit einem sauberen Löffel eine kleine Probe. Puste kurz, damit du dir den Mund nicht verbrennst.
Schmeckt es fad oder flach? Gib eine Prise Salz dazu.
Schmeckt es zwar salzig genug, aber trotzdem matt? Gib einige Tropfen Zitronensaft oder Essig dazu.
Rühre um und probiere nach. Gib immer nur wenig dazu und probiere jedes Mal neu.
Achtung
Was zu salzig geworden ist, lässt sich schwer retten. Hilfreich ist etwas mehr Wasser, Sahne oder eine geschälte rohe Kartoffel, die du mitkochst. Salz darum lieber schrittweise dazugeben.
Benutze für jede neue Probe einen sauberen Löffel.
Woran du erkennst, dass es passt
Es ist richtig gewürzt, wenn du beim Probieren nichts mehr vermisst und keine Zutat das Ganze dominiert.
Zwiebeln und Gemüse in wenig Fett sanft weich machen, ohne sie zu bräunen.
Andünsten ist das sanfte Gegenstück zum Anbraten. Die Hitze ist niedriger, das Gemüse wird weich und süßlich, aber kaum braun. Meist ist es der erste Schritt einer Soße oder Suppe.
So geht es
Stelle die Pfanne oder den Topf auf mittlere Hitze und gib 1 EL Öl oder ein Stück Butter hinein.
Gib die Zwiebelwürfel ins warme Fett und rühre um.
Rühre alle paar Sekunden um. Nach etwa 3 bis 4 Minuten werden die Würfel weich und durchsichtig („glasig“).
Werden sie zu braun, dreh die Hitze herunter oder gib einen kleinen Schuss Wasser dazu.
Achtung
Butter verbrennt bei zu hoher Hitze schnell. Wenn sie schäumt und braun wird, ist die Pfanne zu heiß.
Woran du erkennst, dass es passt
Glasig heißt: Die Zwiebel ist durchscheinend, weich und riecht mild und süßlich. Sie ist noch nicht braun.
Flüssigkeit sanft am Blubbern halten, damit nichts anbrennt oder überkocht.
Kochen heißt: große Blasen, das Wasser wirbelt. Köcheln heißt: nur einzelne kleine Blasen steigen auf, die Oberfläche zittert. Suppen, Soßen und Milchreis garen im Köcheln, denn wildes Kochen lässt sie anbrennen oder überkochen.
So geht es
Bringe die Flüssigkeit mit Deckel auf höchster Stufe zum Kochen.
Sobald es sprudelt, schalte die Hitze auf niedrige bis mittlere Stufe zurück.
Prüfe: Es steigen nur einzelne, kleine Blasen auf. Sprudelt es stark, schalte weiter zurück.
Lege den Deckel schräg auf oder lass ihn halb offen, damit Dampf entweichen kann.
Rühre regelmäßig mit dem Kochlöffel über den Topfboden, besonders bei Milch, Reis und Soßen mit Tomaten.
Achtung
Milch kocht schlagartig über. Bleibe beim Topf, sobald sie heiß wird, und rühre.
Tomatensoßen und Linsen spritzen. Lege den Deckel schräg auf.
Angebranntes: Riecht es verbrannt, nimm den Topf sofort vom Herd. Rühre nicht auf dem verbrannten Boden, sondern gieße das Essen in einen anderen Topf.
Woran du erkennst, dass es passt
Richtig ist es, wenn die Flüssigkeit sich leise bewegt und gelegentlich Blasen aufsteigen, aber nichts spritzt.
Fehlt etwas? So geht es auch
Kein Topf mit dickem Boden: Rühre häufiger und wähle eine kleinere Stufe.
Genug Wasser, genug Salz, Packungszeit und Probieren.
Nudeln zu kochen ist einfach, wenn du drei Regeln beachtest: viel Wasser, Salz und Probieren. Das Wasser braucht 8 bis 12 Minuten, bis es sprudelt. Setze es darum immer als Erstes auf.
So geht es
Fülle einen großen Topf mit Wasser: pro 100 g Nudeln etwa 1 Liter, mindestens aber 2 Liter. Fülle den Topf höchstens bis drei Viertel, sonst kocht er über.
Stelle den Topf mit Deckel auf die höchste Stufe und warte, bis das Wasser kräftig sprudelt.
Gib 1 gehäuften TL Salz pro Liter Wasser dazu (das Wasser darf salzig wie Meerwasser schmecken) und danach die Nudeln. Rühre einmal um.
Stelle den Deckel schräg auf oder lass ihn ab. Regle die Hitze so, dass das Wasser weiter sprudelt, aber nicht überschäumt.
Rühre in den ersten 2 Minuten und dann ab und zu um, damit nichts zusammenklebt.
Probiere eine Minute vor Ende der Packungszeit eine Nudel. Sie ist richtig, wenn sie weich ist, aber beim Durchbeißen noch einen ganz kleinen festen Kern hat („al dente“).
Schöpfe vor dem Abgießen eine kleine Tasse Nudelwasser ab. Damit kannst du Soßen später cremiger machen.
Das stärkehaltige Kochwasser bindet Soßen und macht sie cremig.
Das Wasser, in dem Nudeln kochen, enthält Stärke und Salz. Ein Schuss davon in der Soße bindet sie und lässt sie an den Nudeln haften, ganz ohne Sahne.
So geht es
Schöpfe kurz vor dem Abgießen 1 bis 2 Tassen Nudelwasser ab (mit einer Tasse oder Kelle).
Gieße die Nudeln ab und gib sie sofort in die Soße.
Gib nach und nach einen Schuss Nudelwasser dazu und schwenke alles. Die Soße wird cremig und haftet an den Nudeln.
Achtung
Das Nudelwasser ist heiß. Schöpfe mit einer Kelle oder Tasse mit Henkel.
Woran du erkennst, dass es passt
Die Soße ist cremig, glänzt und liegt am Nudelrand wie ein Film. Sie ist nicht wässrig.
Fehlt etwas? So geht es auch
Kein Nudelwasser mehr: Nimm etwas Brühe oder heißes Wasser mit einer Prise Salz. Es bindet weniger.
Tipps
Salze das Nudelwasser kräftig (10 g Salz pro Liter). Es soll wie Meerwasser schmecken.
Gib Nudelwasser lieber zu wenig als zu viel dazu. Du kannst nachgießen.
Brett, Messer und der Krallengriff: So passiert dir nichts.
Die meisten Schnittverletzungen in der Küche passieren, weil das Brett rutscht, das Messer stumpf ist oder die Finger im Weg sind. Die folgenden Handgriffe vermeiden das.
So geht es
Lege ein feuchtes Küchentuch unter das Brett. So rutscht es nicht.
Halte das Messer am Griff. Daumen und Zeigefinger fassen die Klinge direkt vor dem Griff von beiden Seiten.
Halte das Schneidegut mit der anderen Hand im Krallengriff: Rolle die Fingerspitzen nach innen ein, die Fingerknöchel zeigen zur Klinge. Die Klinge fährt an den Knöcheln entlang, die Fingerspitzen sind versteckt.
Schneide mit einer Wippbewegung. Die Messerspitze bleibt dabei auf dem Brett.
Schneide runde Dinge (Zwiebel, Apfel, Kartoffel) zuerst in der Mitte durch und lege sie mit der flachen Seite nach unten. So rollen sie nicht weg.
Lege das Messer nach dem Schneiden auf das Brett. Die Schneide zeigt von dir weg.
Achtung
Ein fallendes Messer nie auffangen. Springe zur Seite und lass es fallen.
Lege Messer nie in das Spülwasser, wo du sie nicht siehst. Spüle sie einzeln und stelle sie danach weg.
Hast du dich geschnitten: Halte die Wunde unter kaltes Wasser, drücke ein sauberes Tuch darauf und halte die Hand hoch. Blutet es nach 10 Minuten noch stark oder ist die Wunde tief, geh zum Arzt.
Fehlt etwas? So geht es auch
Kein Kochmesser: Ein kleines, scharfes Küchenmesser reicht.
Ein stumpfes Messer ist gefährlicher als ein scharfes, weil es leichter abrutscht.
Eine Zwiebel in kleine, gleichmäßige Würfel schneiden.
Kleine Würfel garen gleichmäßig und verschwinden später fast in der Soße. Die Methode unten sieht kompliziert aus, geht aber nach dem zweiten Mal schnell.
So geht es
Lege die Zwiebel auf das Brett und schneide oben die Spitze ab (dort, wo der trockene Schopf ist). Lass die Wurzelseite mit den kleinen Härchen erst einmal dran.
Halbiere die Zwiebel von oben nach unten, also durch die Wurzel hindurch.
Ziehe die trockene, braune Schale ab, dazu oft auch die äußerste, dünne Schicht.
Lege eine Hälfte mit der flachen Schnittseite nach unten auf das Brett. Die Wurzel zeigt zu dir.
Schneide mit dem Messer im Abstand von etwa 5 mm von der Spitze in Richtung Wurzel ein, aber nicht ganz durch. Der Wurzelansatz hält alles zusammen.
Drehe die Hälfte um eine Vierteldrehung und schneide quer in Scheiben von etwa 5 mm. Es fallen kleine Würfel.
Wirf den Wurzelrest weg.
Achtung
Halte die Fingerspitzen der freien Hand nach innen eingerollt, sonst schneidest du dich leicht. Wie das geht, steht unter Sicher schneiden.
Woran du erkennst, dass es passt
Passt, wenn die Stücke etwa so groß wie eine Erbse sind.
Fehlt etwas? So geht es auch
Kein scharfes Messer für Feinarbeit: Schneide die Zwiebel einfach in dünne Streifen und quer in kleine Stücke. Das Ergebnis schmeckt genauso.
Tipps
Die Augen brennen? Ein scharfes Messer hilft, denn es zerquetscht weniger Zellen. Auch hilft es, die Zwiebel vorher 15 Minuten in den Kühlschrank zu legen.
Die Würfel müssen nicht perfekt sein. Wichtig ist nur, dass sie ungefähr gleich groß sind, damit sie gleichzeitig weich werden.